Nur wer schießt kommt weiter

Killer-Spiel

Nur wer schießt kommt weiter

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Die Zielperson immer im Blick

Erst tobte der Straßenkrieg in New York, London und Paris. Im Sommer 2008 soll das Agenten-Spiel erstmals in Deutschland stattfinden. Bei „Streetwars“ sind die Teilnehmer Jäger und Gejagte zugleich.

Das Prinzip ist brutal. Es geht um Kopfgeld. Jeder Spieler bekommt ein Foto, den Namen und den Wohnort seiner Zielperson. Die muss er beschatten, jagen, ausschalten. Das klappt nur mit einem gezielten Schuss. Dann kommt der Agent weiter. Sein neues Opfer: Die Zielperson des letzten, den er erledigt hat. Geschossen wird mit Wasserpistolen. Am Ende bleibt nur ein Sieger übrig. Der bekommt ein Preisgeld.

Bürokaufmann Frank Rademakers (40) will Streetwars schon bald in Hamburg spielen. Das erste Mal in Deutschland! Er steht in einem Wettlauf mit Eike Stakmann (26), Informatikstudent in Berlin. In einer Kneipe hat der sich mit zwei Freunden ein ähnliches Konzept für die Hauptstadt ausgedacht – onlinegestützt! Zielpersonen und Aufträge sollen bei ihm nicht an geheimen Treffpunkten in Briefumschlägen zugesteckt, sondern zeitgemäß übers Netz erteilt werden.

Streetwars unter Beschuss

Noch gibt es Probleme. Streetwars sollte schon mal in Deutschland gespielt werden. In Köln war das Ordnungsamt dagegen. „In Hamburg standen wir unter Druck. Kurz vor Spielstart 2007 war der Amoklauf in Virginia. Da haben wir alles abgeblasen“, sagt Frank Rademakers. Und in Berlin haben sich noch nicht genügend Interessierte gefunden. 50 sollten es schon sein. Denn die Jagd soll rund drei Wochen dauern.

Alles irgendwie pervers? Ein Killer-Spiel? Wenn man Eike Stakmann so kommt, reagiert er mit Unverständnis. „Es geht nicht vordergründig um das Abschießen, sondern um das Agenten-Leben“, sagt er. „Wir wollen den Kitzel. Alles ist nur ein Spiel, wie Räuber und Gendarm.“

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