Mehr als Oma je hatte

Tagesgeld

Mehr als Oma jemals hatte

aufmachertagesgeldMonatsmitte – und immer noch im vierstelligen Plus? Höchste Zeit,
ein Tagesgeld-Konto einzurichten. Bis zu fünf Prozent Zinsen winken. Die wichtigsten Informationen, auf was man bei den Top-Angeboten achten sollte

Warum Tagesgeld?
Auch auf Omas Sparbuch gibt es Zinsen – ein bis zwei Prozent. Das gleicht nicht einmal die Inflation aus. Ein Tagesgeld-Konto wirft dagegen zwischen drei und fünf Prozent ab – und man kommt trotzdem jederzeit an sein Geld ran. „Wer flexibel bleiben will, bekommt nirgends einen höheren Zinssatz garantiert“, sagt Max Herbst von der FMH-Finanzberatung in Frankfurt am Main. Die hohen Zinssätze sind kein Geschenk der Banken. Die Einlagen aus dem Tagesgeld verleihen sie untereinander weiter, um kurzfristige Engpässe auszugleichen. Die Tagesgeld-Zinsen orientieren sich daher an den Interbankzinsen, der zwischen den Instituten gilt. Der ist höher als der mickrige Satz auf dem Girokonto.

Für wen lohnt es sich?
Fast für jeden. Bei kleineren Summen unter 1000 Euro sollte man allerdings nicht lange nach dem allerbesten Angebot suchen: Die Rendite-Unterschiede sind einfach zu gering.
Will man im fünfstelligen Bereich anlegen, lohnt sich etwas mehr Mühe. Ein Beispiel: Für 20.000 Euro bekommt man bei der Advanzia Bank in einem Jahr 908,02 Euro. Das entspricht einer Verzinsung von 4,54 Prozent. Wer mit dem gleichen Betrag zur Postbank geht, nimmt nur 620 Euro Zinsen mit (3,1 Prozent). Übrigens: Festgeld bringt nur wenige zehntel Prozent-Punkte mehr – und abheben ist erst mal nicht drin.

Superzinsen optimal nutzen
Viele der Top-Angebote sind an Bedingungen geknüpft: Sie richten sich ausschießlich an Neukunden oder setzen die Einrichtung eines Wertpapier-Depots voraus. Andere gewähren den Zins nur bis zu einer bestimmten Summe oder in einem eingeschränkten Zeitraum. Also alles nur Augenwischerei? Finanzberater Max Herbst : „Nein! Laufen die guten Konditionen ab, zum Beispiel für einen neuen Kunden, kann man einfach wieder aussteigen.“ Ein paar Minuten Zeit sollte man sich regelmäßig nehmen, um im Internet den neuesten Stand der Zinsentwicklung abzurufen.

Auslandsbanken zu riskant?
Meist klappt alles reibungslos. Tagesgeld-Konten werden ohnehin fast immer online geführt. Man sollte allerdings darauf achten, ob die Bank im Einlagen-Sicherungsfond vertreten ist. Der garantiert, dass der Kunde bei Insolvenz der Bank sein Geld komplett zurückbekommt. Bei ausländischen Banken sind die Anlagen oft nur bis 20.000 Euro versichert. Wer mehr anlegt, riskiert einen Teil seines Geldes. Tipp von Finanzberater Herbst: Größere Summen einfach auf mehrere Tagesgeld-Konten verteilen.



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