Pinocchio zieht ein

Mietrecht

Pinocchio zieht ein


Ohne schlechtes Gewissen: Lügen

Lügen haben kurze Beine. Wahrheiten dagegen manchmal gar keine. Wenn es um Mietrecht geht, ist Schummeln jedenfalls erlaubt. Denn es gibt Dinge, die keinen Vermieter etwas angehen und bei denen Nachfragen sogar unzulässig ist.

„Steht “Alle Tiere verboten” in einem Mietvertrag, darf der künftige Mieter sogar verschweigen, dass er einen Elefanten halten will“, sagt Claus-O. Deese, Geschäftsführer vom Mieterschutzbund. Grund: Die Klausel ist unwirksam, ähnlich wie “Herrenbesuch nicht gestattet”. Die Lüge vom einsamen Fräulein das niemanden empfangen wird: Erlaubt.

 

                                                                                              
Es darf gelogen werden bei Fragen nach:

• laufenden Ermittlungsverfahren
• Vorstrafen
• sexueller Ausrichtung
• Partnerschaftssituation
• politischer Sympathie/Parteizugehörigkeit
• Schwangerschaft oder Kinderwunsch
• Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft
• Mitgliedschaft im Mietverein
• Betreuung
• Religion
• Kündigungsgründe früherer Mietverhältnisse

Fragen rund um das Einkommen, den Arbeitgeber, die Dauer des Beschäftigungsverhältnisses und frühere Mietschulden müssen dagegen beantwortet werden. Lügen auf solche Fragen berechtigen den Vermieter, den Vertrag wegen arglistiger Täuschung anzufechten. Er gilt somit als nie geschlossen.


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