Das Ballerina-Prinzip

Motivation

Das Ballerina-Prinzip


Nadja Saidakova auf der Bühne

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Niemand arbeitet für wenig Geld so hart und leidenschaftlich wie eine Ballerina. Phase3 erklärt, wie jeder von den Karriere-Strategien der Motivationskünstlerinnen profitieren kann.

Nadja Saidakova (36) ist Erste Solotänzerin des Staatsballetts Berlin, der größten Ballett-Compagnie Deutschlands. Aus ihrer Arbeit entwickelte Phase3 das Ballerina-Prinzip: Eine Anleitung für alle die wissen, dass der Weg an die Spitze nicht einfach ist.

1. Feste Zeiten, maßvolles Leben
Nadja Saidakovas Tag beginnt um 9.15 Uhr. Jeden Tag. Ohne Ausnahme. 40 Minuten lang gibt sie der Compagnie des Staatsballetts Berlin ein freiwilliges Aufwärm-Training. Danach folgt das anderthalbstündige Pflicht-Training, Proben, Physiotherapie, Proben. An vorstellungsfreien Tagen ist Nadja Saidakova um 19 Uhr zuhause. Dann hat sie Zeit für ihren sechsjährigen Sohn Bogdan. Aber auch in ihrer Freizeit muss sie sich ständig zügeln, denn essen, was sie möchte, darf die Solistin nie. Ihr fester Lebens-Rhythmus ist die Konstante, die sie braucht. Die jeder braucht.

2. Niederlagen nie vergessen
Nadja Saidakova tanzt seit sie sechs Jahre alt ist. Die tägliche Schinderei, Schmerzen und Verletzungen: Einfach alles Hinschmeißen, daran dachte die Ballerina oft. Ihre größte Niederlage wird sie niemals vergessen. Nach einer langen Verletzungsphase wird sie verfrüht auf die Bühne geschickt. Sie patzt. Aber Erfahrungen wie diese haben Nadja Saidakova zu dem werden lassen, was sie heute ist: Eine charismatische, technisch lupenreine Tänzerin.

3. Perfektionismus sprengt eigene Grenzen
Beim schweißtreibenden Training an der Stange oder beim Einstudieren neuer Rollen: Nadja Saidakova überwindet immer wieder die eigenen Grenzen. Zum Beruf einer Tänzerin gehört eine Spur von Masochismus. Davon ist die Erste Solistin überzeugt. Vorbilder hatte sie von Kindesbeinen an. Und Konkurrenz gehört von den ersten Trippel-Schritten durch den Ballettsaal zum Tagesgeschäft. Auf seinen Leistungen ausruhen, das kann sich niemand in der Ballett-Compagnie leisten. Genau wie im wirklichen Leben.

4. Kein Tag ohne Reflexion
Ist der Arm in der richtigen Position? Ist das Bein vollends durchgestreckt? Der Blick in den Spiegel gehört für jede Ballerina zur Alltags-Routine. In jedem Job muss ein Realitäts-Check am Abend auf der Agenda stehen. Habe ich mein Tagesziel erreicht?, Wie habe ich die Präsentation gemeistert? Ein Feedback von Kollegen oder Vorgesetzten sollte so oft wie möglich eingefordert werden.

5. Erfolge genießen
Wenn Nadja Saidakova sich auf der Bühne verneigt, ihr der Applaus aus dem Zuschauerraum entgegendonnert, ist das der schönste Moment für die Erste Solistin. Die Schinderei, das Lampenfieber, alles bekommt in diesen Minuten einen Sinn. Viele Menschen neigen dazu, Lob und Komplimente abzutun. Ein Fehler! Wenn der Applaus einsetzt – verneigen, morgen wieder kommen, noch besser werden.



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