Der richtige Riecher

Test

Der richtige Riecher

Kann frau sich tatsächlich mit getragener Wäsche eine goldene Nase verdienen? Phase3 hat es versucht, und Ungewaschenes mit dem speziellen Odeur ins Netz gestellt.


Verkehrte Welt: je mehr Geruch in
den Schuhen, desto besser

Seit Jahren hält sich standhaft das Gerücht, dass einige Mädels ungewaschene Höschen, Nylons oder gar ihr Erbrochenes für gutes Geld an den Mann bringen können. Angeblich verdienen einige damit sogar rund 2.000 Euro im Monat.

Der erste Schritt in die Zweitverwertung

Der Einstieg in dieses besondere Geschäft ist schnell gemacht: Für den Test reichen ein paar selbstgemachte Fotos von dem Körper-Ausschnitt mit der Ware am Leib, bei Google „getragene Höschen“ eingeben und versuchen, einen blauen Baumwoll-Slip, ein paar ausgelatschte Adidas-Turnschuhe und getragene Sportsocken auf „youngslips.de“ einzustellen. Bilder und Aufmache sind ziemlich eindeutig, die Homepage macht dennoch einen halbwegs seriösen Eindruck.

Die Anmeldung schlägt fehl. Wir bekommen eine E-Mail: „Bis November nehmen wir leider keine weiteren Anbieterinnen auf“. Schade. Dann versuchen wir es eben über Ebay. Dort funktioniert zunächst alles reibungslos. Die Auktion soll in drei Tagen enden.


Dieses Bild lockte auf ebay nach
einer Stunde über 30 Interessierte

Das Höschen ist innerhalb der ersten zehn Minuten bereits 12 Mal geklickt worden. Der Auktionspreis liegt abends bei 13 Euro. Mehrere Interessenten fragen nach: „Gibt’s auch weiße Baumwoll-Höschen?“, „Hast du noch mehr Wäsche im Angebot?“ oder etwas brachialer: „wenn ich deine … sehen darf, zahle ich zehn Euro extra.“ Die Turnschuhe samt Socken werden zwar geklickt, kaufen will sie aber keiner.

Das Erwachen

Als das Gebot am nächsten Morgen bei über 20 Euro liegt, werden wir vom Unternehmergeist gepackt. Doch mitten in der größten Verkaufshysterie werden wir bei der stündlichen Kontrolle des Angebots auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt: „eBay-Mitgliedschaft aufgehoben: Sexueller Inhalt und verunreinigte Kleidung“.

Auch wenn das Angebot juristisch völlig legal ist, steht es dem Portal frei, solche anzüglichen Sachen in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen auszuschließen. Pech für uns. Man könnte natürlich jetzt versuchen auf weiteren Seiten. Aber das ist zu anstrengend. Die Überwindung eine richtige Homepage einzurichten, übersteigt die Grenzen. Die Nachfrage hat indes gezeigt, dass es sich lohnen würde.



1 Kommentar


Oktober 4th, 2007

#1. Shelbyfreak


Wat kosten die Socken nu?

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