Wir sind dann mal weg

Sabbat-Jahr

Wir sind dann mal weg


Zurück in Deutschland: Aussteiger
Renata Mesaros und Tobias Mauz

Aussteigen auf Zeit. Das war der große Traum von Renata Mesaros und Tobias Mauz. Die beiden haben den Schritt gewagt. Ihren Job gekündigt. Und sind mit dem Motorrad bis nach Australien gefahren. Jetzt sind die beiden Apotheker zurück.

Einfach einmal alles hinter sich lassen. Job und Wohnung kündigen. Neue Länder und Kulturen kennen lernen. Renata Mesaros und Tobias Mauz haben diesen großen Schritt gewagt. Zwei Jahre lang sind die beiden promovierten Apotheker mit ihren Motorrädern unterwegs gewesen. Vor wenigen Wochen sind sie jetzt zurückgekehrt. Erfüllt von ihren Erlebnissen und Erfahrungen. „Manchmal kommt es mir in diesen Tagen vor, als wäre die ganze Reise nur ein Traum gewesen“, sagt Mauz. „In der Zeit ist so viel passiert, das müssen wir jetzt erst einmal verarbeiten.“

Beide kündigten ihre Verträge an der Universität von Hamburg. Kauften sich zwei Motorräder und Ausrüstung. Vermieteten die gemeinsame Wohnung unter. Im Herbst 2005 starteten sie von Hamburg aus. In den ersten Wochen ging es von Österreich über Serbien und die Türkei in den Iran. Von dort dann weiter über Pakistan nach Indien, Thailand und Malaysia. Ihre Weltreise beendete das Paar in diesem Sommer in Australien.

„Überall wo wir hinkamen, wurden wir freudig begrüßt“, sagt Renata Mesaros. „Wir haben so viele wundervolle Menschen kennen gelernt. So viel Hilfe und Unterstützung bekommen.“ Nie hätten beide Angst oder gar Ärger mit Einheimischen gehabt. „Wir hätten einfach immer weiter fahren können, so schön war es.“

Nach zwei Jahren zurück in Deutschland

Doch nach zwei Jahren war das gesparte Geld aufgebraucht. Die Untermieter in Hamburg wollten die Wohnung wieder verlassen. Also verpackten beide ihre Motorräder und flogen zurück nach Deutschland. Erst einmal Familien und Freunde besuchen. Und Bewerbungen schreiben. „Denn das konnten wir von  Australien aus nur schwer“, sagt Mauz. Deutschlandweit hätten sie Ihre Unterlagen verschickt. Und schnell die ersten Einladungen zu Bewerbungsgesprächen erhalten. Seit wenigen Tagen hat Mauz jetzt wieder einen Job. In Süddeutschland. Nun heisst es Wohnung auflösen und umziehen. „Das haben wir in den zwei Jahren ja gelernt“, sagt Mauz und lacht. Und: Dass man einen solchen Schritt einfach wagen muss. Trotz der Unsicherheiten. „Denn wenn man gut ist, kann man immer wieder in den Job zurückkehren.“

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