Wie heißt der Heimwerker-König?

Vergleichende Werbung

Wie heißt der Heimwerker-König?


Weckt Vertrauen durch Verstörung:
Werbe-Ikone Tom Dickson

Vergleichende Werbung gehört in den USA zum Tagesgeschäft. Einer ganz eigenen Interpretation dieses Konzepts bedient sich der Hersteller eines Küchenmixers. In seinen Werbespots verarbeitet das Küchengerät Handys und Glühbirnen zu Staub.

Er trägt einen weißen Kittel und Schutzbrille, lächelt stets und arbeitet in einem sauberen Labor. Tom Dicksons Auftritt weckt beim Publikum Vertrauen. Als Verkäufer für Küchenmixer braucht er das auch. Nach einer kurzen Begrüßung steckt er eine handvoll Spielzeugautos in das Gerät und drückt auf den Knopf. Ein paar Sekunden später ist nur noch Staub übrig.

Werbung im Web 2.0

Das 90 Sekunden lange Filmchen ist Werbung für die Mixer von Blendtec. Rund 100 Clips dieser Machart können mittlerweile über die Internetseite des Herstellers abgerufen werden. Die Fälle, in denen nichts Essbares im Mixer landet, sind in der Kategorie „Versuchen sie das nicht zuhause“ zusammen gefasst. Politisch korrekt, aber sinnlos. Längst haben mehr oder weniger kreative Nachahmer ihre Experimente am heimischen Küchentisch gefilmt und bei einschlägigen Videoportalen gespeichert.

Es fehlt der Mixer im mixer

Ob die Zerstörungsorgie einen Preis von mindestens 400 Dollar, also rund 280 Euro rechtfertigt, steht auf einem anderen Blatt. Zumal Tom Dickson seiner Fangemeinde den entscheidenden Beweis für die Überlegenheit des Mixers noch schuldig ist. Denn bislang ist noch kein Gerät eines anderen Herstellers im Trichter gelandet.

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